Voyeur-Cup 2002 oder
2 Melonen in kleinen Scheiben für die "Torfrau"
Danke Birgit. Danke Benni. Danke Hans.
Freitag.
Nur 3 Mannschaften schafften es, den Sissis ein Torverhältnis von 1:17 zu bescheren.
Den einen Treffer verdanken SissiFuß United einer nett gemeinten Geste der "Torreichen 7", die sich nach Spielende fairerweise mit Küsschen für den Kantersieg von 8:1 bedankten.
Dass die "Leipziger52" nur zwei Tore versenkten, ließ sie zu Sprüchen verleiten wie: "Wir hatten einfach nicht mehr drauf." Im Mittelfeld ließen sie ihren Nachwuchs gegen uns auflaufen und ihre Abwehr stand da wie sanft wehende Eckfähnchen, wenn die Sissis anrückten. Danke für das nette Spielchen.
Der erfolgsorientierte "FubbaClan" bekleckerte sich durch ein kurz und bündiges 7:0 mit Ruhm und Ehr. (Deutlich zu erkennen am beschämten Grinsen nach der Begegnung.) Jedes Jahr heißt es: "Die müssen erst noch groß werden." Wieviele Jahre soll man das um Himmels Willen denn noch sagen.
17 Gegentore kassieren ist eine Sache. Doch, wenn man bedenkt, dass Birgit, die Torfrau für einen Tag, sich unter einem Hagel von mind. 374 Torschüssen fast hat zerschießen lassen ... Alle Achtung!
Ein weiteres Lob geht natürlich an den Hühnerhaufen in der Abwehr der Sissis.
Samstag.
Die Torfrau ist weg.
Für 2 Melonen in kleinen Scheiben erkaufen sich die Sissis Benni, den Torwart der Reservoir Dogs. Im ersten Spiel im Schatten-Cup hatte er dann seine erste Bewährungsprobe gegen die "Waltons". Obwohl der Einsatz enorm war, hatten sie wieder verloren. Die Stürmerinnen der Sissis hatten noch Ladehemmung.
Das zweite Spiel gegen "Roter Stern" rückte näher - zeitgleich sollte aber auch das Spiel der Reservoir Dogs stattfinden. Das brachte Benny in einen Zwiespalt. Kurzer Hand fragte er bei der Spielleitung des "Alternativen Fußballturniers" nach Verlegung des Spiels. Plötzlich war Aufregung da. Die Spielleitung sprach von Regelwidrigkeit (sie hatte recht).
Einwände wie: "jetzt habt ihr euch selbst geoutet" (obwohl wir in der Formation ja ein Spiel schon gespielt hatten) oder "dann müsst ihr die Ablöse eben wieder zurücknehmen", waren zu hören (die war ja schon aufgegessen). Die Sissis wiesen auch darauf hin, was in diesem Turnier noch so alles regelwidrig ist und dennoch toleriert wird (z.B. der unerlaubte Einsatz von Vereinsspielern).
"Ei, was soll ich dann machen?"
"Ei, ein Auge zudrücken!"
Es dauerte 20 Minuten bis sie ein Einsehen hatte, nachdem auch der "Rote Stern" offiziell bekundete, damit kein Problem zu haben.
Endlich konnte es weiter gehen. Der "Rote Stern" - ein fairer und saunetter Gegner. Dank ihrer Spielweise, konnten die Sissis endlich mal zeigen, was in ihnen steckt. Dreimal zauberten sie das Runde ins Eckige. Das Spiel endete 4 oder 5:3.
Eva seufzte: "Balsam auf die geschundene Seele!"
Danke Roter Stern.
Finale.
Spannung pur. Alle versammelten sich um das Feld, wo sich "Seven to Nine" Gelächter einheimste, indem sie einen profihaft sauber gebügelten Satz ZWEITTRIKOTS auspacken, denn in Lätzchen waren sie ja nicht "well dressed". "Hans" nahm's völlig unbeeindruckt und schoss, obwohl ein Spieler von "Seven to Nine" über Mikro lauthals und unlauter seine Mannschaft dirigierte, alsbald den einzigen Treffer im packenden Endspiel.
Danke "Hans". Es gibt doch noch Gerechtigkeit.